Rumäniens cremiger Klassiker aus Bram Stokers »Dracula«
Manchmal sind es die kleinen kulinarischen Entdeckungen in Romanen, die uns inspirieren. So auch in Bram Stokers »Dracula«, wo Jonathan Harker bei seiner Ankunft in Transsilvanien folgendes notiert:
„I had for breakfast more paprika, and a sort of porridge of maize flour which they said was ‘mamaliga’, […] a very excellent dish […]. (Mem., get recipe for Mina).“
Dracula, Seite 2

Dieses Gericht, Mamaliga, ist ein traditioneller rumänischer Maisbrei, der in vielen Haushalten als Beilage oder Hauptgericht geschätzt wird. Mit seiner goldgelben Farbe und dem cremigen Geschmack bringt er Wärme und Komfort auf den Teller – perfekt für gemütliche Abende oder als Begleitung zu herzhaften Speisen.
Bevor wir direkt ins Rezept springen und du neugierig auf das Buch geworden bist, dann kannst du hier alles dazu finden.
Zutaten für 4 Portionen
- 250 g Maisgrieß (fein)
- 400 ml Milch
- 100 ml Sahne
- 500 ml Gemüsebrühe oder Fond
- 50 g Parmesan, frisch gerieben
- 1 EL Butter oder pflanzliche Alternative
- 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
- 1 Prise Safran (optional)
- 1 TL getrockneter Thymian
- Salz & Pfeffer nach Geschmack
- 100 g Schafskäse oder Feta zum Servieren
Tipp: Für eine vegane Variante kannst du die Milch, Sahne und Butter durch pflanzliche Alternativen ersetzen und den Parmesan weglassen oder durch Hefeflocken ersetzen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Flüssigkeiten erhitzen
In einem großen Topf Milch, Sahne und Gemüsebrühe vermengen und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Dabei gelegentlich umrühren, damit nichts anbrennt.
2. Maisgrieß einrühren
Sobald die Flüssigkeit kocht, die Hitze reduzieren. Den Maisgrieß langsam einrieseln lassen und dabei ständig mit einem Schneebesen rühren, um Klümpchenbildung zu vermeiden.
3. Würzen und verfeinern
Butter, Parmesan, Paprikapulver, Safran und Thymian hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Weiter rühren, bis die Masse dicklich und cremig wird.
4. Ziehen lassen
Den Topf vom Herd nehmen, mit einem Deckel abdecken und die Mamaliga etwa 5 Minuten ruhen lassen, damit sie durchziehen kann.
5. Servieren
Die Mamaliga auf Teller verteilen und mit zerbröseltem Schafskäse oder Feta bestreuen. Nach Belieben mit frischen Kräutern garnieren.
Rumänische Mamaliga aus Bram Stokers »Dracula«
Eine Maisgrießschnitte zum anbeißen. Ideal als Beilage oder Hauptgericht und ähnlich der klassisch italienischen Polenta
- flache Pfanne oder einen Topf
- Schneebesen
- 250 g Maisgrieß/ Polenta
- 400 ml Milch
- 100 ml Sahne
- 500 ml Gemüsebrühe
- 50 g Parmesan
- 1 EL Butter
- 1 Prise Safran
- 1 TL Paprikapulver
- Salz & Pfeffer
- Thymian
- Schafskäse
Die Milch, Sahne und Gemüsebrühe in eine Pfanne oder einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren mit dem Schneebesen zum kochen bringen.
Hitze reduzieren und den Maisgrieß langsam bei ständigem Rühren hinzugeben.
Nun etwas Butter und den Parmesan unterrühren. Dann mit etwas Salz, dem Safran und dem Paprikapulver würzen.
Die Hitze nun komplett ausschalten und die Pfanne oder den Topf mit einem Deckel verschließen, sodass der Brei gut für 5 Minuten durchziehen kann.
Abschließend nochmal gut vermengen und mit etwas Schafskäse und dem Thymian dekorieren.
Variationsmöglichkeiten
- Käseliebhaber: Füge zusätzlich 100 g geriebenen Cheddar oder Gruyère hinzu, um eine noch käsigere Note zu erzielen.
- Würzige Variante: Ein Hauch von geräuchertem Paprikapulver oder eine Prise Chili verleihen dem Gericht eine pikante Note.
- Kräuterfrisch: Frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch sorgen für zusätzliche Frische und Farbe.
Serviervorschläge und Beilagen
Mamaliga ist vielseitig einsetzbar:
- Als Beilage: Perfekt zu geschmortem Fleisch, Gulasch oder Pilzragout.
- Vegetarisch: Mit gebratenem Gemüse und Tofu oder einem frischen Salat servieren.
- Frühstücksvariante: Mit einem Spiegelei und etwas Schafskäse für einen herzhaften Start in den Tag.
Kann ich Mamaliga vorbereiten und aufbewahren?
Ja, du kannst Mamaliga im Voraus zubereiten. Im Kühlschrank hält sie sich in einem luftdichten Behälter bis zu 3 Tage. Zum Aufwärmen einfach in der Mikrowelle oder in einer Pfanne mit etwas Butter erhitzen.
Ist Mamaliga glutenfrei?
Ja, Maisgrieß ist von Natur aus glutenfrei. Achte jedoch darauf, dass alle anderen Zutaten ebenfalls glutenfrei sind, insbesondere die Brühe und der Käse.
Kann ich Mamaliga auch frittieren oder backen?
Absolut! Nach dem Abkühlen kannst du die Mamaliga in Scheiben schneiden und in einer Pfanne anbraten oder im Ofen backen, bis sie knusprig ist.
Mit diesem Rezept holst du dir ein Stück rumänischer Kultur und Literaturgeschichte in deine Küche. Lass dich von der Einfachheit und dem Geschmack der Mamaliga verzaubern – ganz ohne spitze Zähne!


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